Jetzt auch ein Rotoverter aus Indien??

An Selbstvertrauen mangelt es dem indischen Entwickler Nagendra Singh sicher nicht. Mit der kurzen und nichts aussagenden Demonstration (s. Video) seines „Gravitations-Stromerzeugers“ dann eine große Pressekonferenz zu geben, ist schon mutig. Noch mutiger finde ich, dass er mit dieser Demonstration und seinen weitern Ausführungen um Gespräche mit weltweiten Linzenznehmern für seine Technik wirbt. Bei seinem Vortrag und auf der Firmeninternetseite spricht er davon, dass sein Stromerzeuger mit Gravitationskraft/Schwerkraft angetrieben wird.

Video zum Gerätestart:

http://www.youtube.com/v/5BbAvvj7Nc8

Beim rumänischen Rotoverter ist auch so etwas wie eine Schwungscheibe im System verbaut. Meiner Vermutung nach, für die Resonanz von Elektromotor und Generator.

Aber was der Herr Nagendra Singh mit Schwerkraft zum Antrieb meint, kann ich mir nicht vorstellen und ist vielleicht auch nur eine Ablenkung oder für die Werbung, weil es sich so gut anhört?

Der Rotoverter von Hector D Peres Torres und diverse baugleiche Rotoverter wurden nur mit elektronischer Schaltung und entsprechenden Bauteilen in Resonanz gebracht. Der Antrieb bei allen Systemen, die bisher bekannt geworden sind, erfolgt elektrisch, entweder von einer Batterie oder vom Netz. Durch den erzielten Überschuß an Strom kann in den Selbstläufermodus geschalten werden, da ein Teil der erzeugten Energie ausreicht, um den Motor anzutreiben. Auch beim OzzoG-Rotoverter sieht man im Video, dass er über Netzanschluß gestartet wird.

Die Firma OzzoG von Herrn Singh will angeblich 5, 10, 20 und 25 KW – Geräte bauen und verkaufen. Also solche Leistungsstärken, die ausreichen würden, ein Ein- oder Mehrfamilienhaus mit Strom inklusive strombetriebener Heizung zu versorgen. Das wäre natürlich genial, wenn die Geräte wirklich auf den Markt kämen.

Video von der Präsentation:

http://www.youtube.com/v/GaFQL51_xqQ

Von einem deutschen Entwickler habe ich nun erfahren, dass ein funktionierender Rotoverter gar nichts mit freier Energie oder ganz besonderer Technik zu tun hat. Es handelt sich ausschließlich um Wissen, das jedem Elektro-/Elektronikingenieur bekannt ist. Nur denken die meisten darüber nicht nach und kommen deshalb nicht auf die Lösung.

Lassen wir uns mal überraschen, was noch alles kommt. Beobachten wir weiter, was bei OzzoG dann wirklich rauskommt oder ob nur alles heiße Luft ist. Von der eher missglückten Vorführung des Gerätes sollten wir uns nicht täuschen lassen. Indien ist in breiten Teilen der Gesellschaft noch ein armes Land. Wo die Not groß ist, sind dem Erfindertrieb keine Grenzen gesetzt.

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Ein Kommentar zu Jetzt auch ein Rotoverter aus Indien??

  1. Kurt Gminder sagt:

    Es geht um eine Massenträgheits Invarianz innerhalb einer etwa halben hundertstel Sekunde. Es kann solange ein Impuls von einer Bewegten Masse angenommen werden ohne dass die sich entsprechend Verlangsamt. Dieser Trick funktioniert am besten wenn die Masse groß und starr gegen die Impulsabname drückt-also direkt aufflanschen ist besser wie mit Keilriemen. Je weniger die Schwungmasse in Eigenschwingungen gerät desto öfters kann die Impulsabname wiederholt werden. Am besten gelöst dürfte dies in der Bauart von Platinum Invest sein.

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