Lebensversicherung – staatlich organisierter und legalisierter Betrug 2.0

Achtung Gesetzesänderung!!

25 Jahre haben der Bund der Versicherten und später auch andere sogenannte Verbraucherschützer gebraucht, um den staatlich organisierten und legalisierten Betrug*, deutsche Lebens- und Rentenversicherung, wenigstens ein wenig zu Gunsten der Kunden zu entschärfen.

Zum 01.01.2008 durfte der Bund der Versicherten feiern – das überarbeitete Versicherungsvertragsgesetzt (VVG) trat in Kraft. Nun sollten laut der Gesetzesänderung die Lebens- u. Rentenversicherungskunden doch endlich zumindest mit 90 % an den stillen Reserven beteiligt werden. Die stillen Reserven sind die Bewertungsreserven von Kapitalanlagen – man könnte diese auch als „versteckte Gewinne“ bezeichnen.

Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung (nicht real): So steht z. B. ein Aktienpaket zum niedrigsten Preis, den die Aktie hatte, sagen wir einmal, mit 1,0 Mio. EUR in der Bilanz, der aktuelle Marktwert des Aktienpaketes sei aber bspw. 3,0 Mio. EUR. Bewertungsreserve also 2,0 Mio. Euro. Woran waren die Lebensversicherungskunden beteiligt? Richtig, an der 1,0 Mio. Euro.

Am 08.11.2011 beschloss nun der Bundestag ein „neues Gesetz“, wonach genau dieser Betrug an den Kunden wieder eingeführt wird – also der legalisierte Betrug 2.0!! Die lieben Lebens- und Rentenversicherungskunden dürfen sich dafür recht herzlich bei Merkel, Schäuble, Rösler, Gabriel, Tritin und Konsorten bedanken.

Diese Leute veruntreuen die Steuergelder des Volkes mit hirnlosen Rettungsaktionen für angebliche Euro- und Staatenrettungen. Die Wahrheit aber ist, dass das gesamte westliche Geldsystem in Riesenschritten seinem programmierten Ende zugeht. Siehe dazu das Geldsystem.

Versicherungspleite

Der staatlich organisierte und legalisierte Altersvorsorgebetrug, den man „private Altersvorsorge“ nennt, mit den schönen Namen Riester-, Rürup-, Lebens- und Rentenversicherungen, muss man ja staatlich organisieren, weil sich der Staat letztlich bei seinen Bürge(r)n das Geld für ständig neue Schulden besorgen muss, die er ohnehin nie zurückbezahlt. Und das geht neben den Banken eben hauptsächlich über diese Produkte. Denn die Versicherer sind ja gesetzlich dazu verpflichtet, mindesten 70 % der Kundengelder in  angeblich „sichere“ Anlagen, wie z. B. Staatsanleihen, also z. B. Bundesschatzbriefe usw. zu investieren.

Liebe Lebens- und Rentenversicherungskunden, das ist aber nur der erste Teil der Vernichtung Ihrer Ersparnisse. Es geht noch weiter!

 Aufgrund der gnadenlosen Vernichtung von Steuergeldern dieser sogenannten Regierung inklusive der nicht vorhandenen Opposition, die dieses Spiel genauso mit unterstützt, werden diverse Versicherer innerhalb weniger Jahre bankrott sein, weil sie die ehemals höheren Garantieverzinsungen von 3 bis 4 Prozent nicht mehr aufbringen können. Die sogenannten „sicheren“ deutschen Staatsanleihen bringen gerade noch  etwas über ein Prozent. Selbst durch den gesamten Anlagemix aus Staatsanleihen, Pfandbriefen, Immobilien, ein geringer Anteil an Aktien usw. sind diese Gesellschaften nicht mehr dazu in der Lage, ihre Garantieverpflichtungen einzuhalten. Noch dazu mussten einige Versicherer bereits erste Schrottpapiere („sichere“ griechische Staatsanleihen!!) abschreiben. Und davon kommen noch diverse nach: Portugal, Spanien, Irland, Italien, Frankreich und zu allerletzt die deutschen Staatsanleihen – denn das ist die Konsequenz der derzeitigen Politik, die unweigerlich zu einer erneuten Währungsreform oder Schlimmeres?? (Staatsbankrott??) führt.

Und: Lassen Sie sich bloß nicht von Politikern, Versicherungen oder Medien vorgaukeln, dass keine Lebensversicherung pleitegehen kann, weil es ja die Auffanggesellschaft Protektor gibt, die das verhindert. Protektor mit seiner „Kapitalausstattung“ (die übrigens alle Lebensversicherungskunden mit einem Teil ihrer Beiträge einbezahlen, nicht die Gesellschaften!!!) von lächerlichen 700 Mio. Euro, reicht nicht einmal aus um nur einen einzigen Lebensversicherer mittlerer Größe aufzufangen.

Alle „guten Dinge sind drei“.  Wie die Lebens- u. Rentenversicherungskunden ja leidvoll, Jahr für Jahr und schwarz auf weiß, mitgeteilt bekommen haben, dass sich die Gesamtverzinsung Ihres Sparanteils ( je nach Gesellschaft zwischen 50 % und max. 80 % des Betrages, den Sie Monat für Monat einbezahlen, der Rest gehört der Gesellschaft) verringert hat, sehen Sie nun, dass sich aufgrund der jetzt gleichzeitig steigenden Inflation Ihre „Altersvorsorge“ ständig weiter verringert. Selbst in den „fetten Jahren“ der Lebensversicherungen mit Gesamtverzinsungen von 5% bis 7%, waren die Lebensversicherungen ein Minusgeschäft, wenn man alle Kosten und die reale Inflationsrate (nicht die staatlich manipulierte) zur Berechnung angesetzt hat. Jetzt, mit langfristigen Inflationsraten von 2,0 % und Gesamtverzinsungen, die den Garantiezins kaum noch aufbringen, können Sie sich von einer ausreichenden Altersversorgung endgültig verabschieden – im Falle einer Währungsreform sowieso.

Das war das Märchen von der sicheren Altersvorsorge – der verlogenen Politik sei Dank. Hauptsache Politik und Versicherer haben ihr Geld gemacht. Auf Ihre Kosten liebe Lebensversicherungskunden!

*Seit 1983 darf der Bund der Versicherten (BdV) behaupten, daß:“ Deutsche Lebens- u. Rentenversicherungen ein legaler Betrug sind.“? (LG Hamburg AZ 74 047/83)

Grafik:Michael-Mertes-Aristillus,pixelio.de

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2 Kommentare zu Lebensversicherung – staatlich organisierter und legalisierter Betrug 2.0

  1. Thomas sagt:

    In diesem Bereich muss sich einfach grundlegend etwas ändern, damit das Vertrauen und somit auch das Interesse an der Möglichkeit der Altersvorsorge wieder ansteigt.

  2. Es wird Zeit für ein neues Geldsystem, welches auf den Zins als Umlaufsicherung verzichtet. Silvio Gesell hat bereits vor über 100 Jahren beschrieben, wie ein solches Geld beschaffen sein müßte. Außerhalb der Politik gibt es bereits viele Menschen, die die Notwendigkeit eines neuen Geldsystems erkannt haben, wenn sie sich auch nicht unbedingt einig über die Frage des Zinses sind. Eine inzwischen beachtlich große Anzahl solcher Menschen hat auch schon lange Frau Merkel aufgefordert, sich des Themas anzunehmen. Siehe http://url9.de/sHz
    Vermutlich werden wir Bürger selbst die Einführung eines neuen Geldsystems bewirken müssen. Ansätze gibt es auch hier genug. Ich denke da an die zunehmende Zahl von Regiowährungen, an Tauschringe und im Bereich der Wirtschaft an Clearinggesellschaften. Keine dieser Maßnahmen berücksichtigt leider dieGesamtheit der Wirtschaftsteilnehmer.
    An dieser Stelle verweise ich auch auf die folgenden Beiträge:
    http://url9.de/sHB, http://url9.de/sHC und http://url9.de/sHD

    Sigwart Zeidler

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