„Wasser-Motorrad“ – Nachtrag

Wir hatten zwar bereits am 25.07.2015 vom brasilianischen Tüftler Ricardo Azevedo berichtet, der sein Motorrad angeblich nur mit Wasser fährt.

Aber, damals berichteten nur wenige Internetseiten und Russia Today (RT) von dem Tüftler.

Wassermotorrad

Jetzt fand ich einen kurzen Bericht vom 09.02.2016 auf Euronews Hi-Tech.

 

 

Das ist schon bemerkenswert, weil Euronews zu den Mainstreamsendern gehört. Also zu den Eliten-Propagandasendern, wie unsere öffentlich-rechtlichen und privaten Sender auch, die mehr manipulieren, agitieren und desinformieren statt neutral zu informieren.

Und: Wie könnte es auch anders sein, man bringt nicht nur die Informationen zu der Technik von Ricardo Azevedo.

Ein von der Universität Sao Paulo herangezogener Professor namens Marcelo Alves soll den unbedarften Zuseher gleich wieder verwirren. Der begrüßt zwar die Initiative von Tüftlern, wie Ricardo Azevedo und weist darauf hin, dass  es keine „Zauberlösung in der Energiefrage gibt“. Aber sodann kommt der gänzlich falsche Satz:“Dies ist ein elektronisches Fahrzeug. Es fährt nicht mit Wasser, sondern mit dem Strom, der Batterie.“

Eine eindeutige Falschaussage. Das Motorrad verfügt nur über den serienmäßigen Verbrennungsmotor der 1993er Honda NX 200 und nicht über einen Elektromotor. (Wie man auf dem Foto oben und im Video sehen kann.)

wassermotorrad2

Foto: Ricardo Azevedo

 

Der Herr Professor hat die Kiste wahrscheinlich gar nicht gesehen und schwafelt über die Brennstoffzellentechnik(ohne diese zu nennen), bei der der Wasserstoff zur Stromerzeugung für Elektroantrieb genutzt wird.  Wahrscheinlich auch deshalb, weil der Filmkommentator vorher was von Wasserstoffentwicklung in der  Autoindustrie erzählt. Lässt aber ebenfalls dabei weg, dass die hauptsächlich an der Brennstoffzellentechnik arbeiten um Elektrofahrzeuge damit anzutreiben.

Also warum einfach und preisgünstig wie bei Ricardo Azevedo, wenn es doch auch hoch kompliziert und dann sauteuer geht, wie bei der Autoindustrie.

Der letzte Satz dieses Filmkommentators schießt dann endgültig den Vogel ab: „Eine Hürde ist allerdings noch die Entwicklung eines sicheren Behälters für den hochexplosiven Wasserstoff.“

Geht´s noch?

Ricardo Azevedo betreibt den Benzinmotor mit Wasserstoffgas/Brownsgas aus der Elektrolyse, das onboard hergestellt wird, wenn der Motor gestartet wird, verbraucht und endet mit Abstellen des Motors. Da wird kein Tank gebraucht. Da explodiert auch nichts, denn bei Undichtigkeiten im Leitungssystem verpufft der Wasserstoff sofort.

Dieser Bericht ist wieder einmal ein Paradebeispiel für Manipulation und Desinformation garniert mit Wahrheiten.

Ich frage mich nur, wann die überbezahlten Automobilmanger mal schnallen, dass im Wasserstoff, der direkt als Treibstoff für ihre vorhandenen (müssen nur leicht modifiziert werden) Verbrennungsmotoren verwendet wird, eine Chance liegt, noch viele Jahre die Verbrennungsmotoren zu nutzen und damit die gesamte firmeneigene Infrastruktur (Motorenherstellung samt Zulieferer) zu erhalten.

Jedenfalls wäre das sinnvoller, als die Elektromobilität, die jetzt noch viel umweltschädlicher ist mit ihrer miserablen Batterietechnik und dem Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken. Die Elektromobilität ist erst dann unschlagbar, wenn sie mit Onboardstromerzeugern arbeitet. Aber das ist genauso wenig erwünscht, wie eine Onboardwasserstofferzeugung.

Hier der Link zum Euronews-Video: http://de.euronews.com/2016/02/09/1-liter-500-kilometer-ein-motorrad-das-auch-mit-dreckwasser-faehrt

Fotos: Schnappschüsse aus dem Video

 

Medizinskandal Krebs

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3 Kommentare zu „Wasser-Motorrad“ – Nachtrag

  1. Pitter sagt:

    Zur Herstellung von Wasserstoffgas durch Elektrolyse wird Strom benötigt, der vor allem beim Anlassen des Motors aus der Batterie bezogen wird.
    Läuft der Motor, dann läuft auch die Lichtmaschine, die die Batterie wieder lädt.

    Der Elektrolyse wird ein schlechter Wirkungsgrad nachgesagt.
    Ob Ricardo Azevedo den Wirkungsgrad durch ein eigenes Elektrolyseverfahren optimiert hat, und/oder die ‚Verbrennung‘ von Wasserstoffgas mehr Energie liefert als zur Herstellung erforderlich ist, bleibt offen.

    Auf jeden Fall verpestet sein Motorrad nicht die Luft. Bei Bedarf kann die Batterie mit Solar- oder Windenergie wieder aufgeladen werden.

  2. Flückiger Hans sagt:

    kann man einen solchen Motor kaufen? Ich würde es sofort tun.

  3. Horst Ludwig sagt:

    Der Herr Professor hat wahrscheinlich Recht. Man findet zu dem Motorrad Hinweise, dass die Elektrolyse mit Hilfe einer externen, großen Autobatterie betrieben wird. Im Video ist an der Hinterachse eine relativ große Kiste zu erkennen. Im Endeffekt kommt die Energie zur Fortbewegung also aus der Batterie. Das dürfte funktionieren, allerdings mit einem ziemlich niedrigen Wirkungsgrad.

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