Dezentrale Wärme- und Stromerzeugung

Auch für Eigenheime!

Hört man Australien, denkt man unweigerlich an Kängurus, Ayers Rock, Hitze, Trockenheit, endlose Küsten und unendliche Weiten . Dass aus der ehemals britischen Sträflingskolonie bahnbrechende Technologien kommen, hört man dagegen eher selten.

Infratech CLES

Aber gerade diese riesigen Entfernungen haben zur Folge, dass es viele Farmen, Siedlungen , Dörfer usw. gibt, die nicht am Stromnetz angeschlossen sind. Da wundert es nicht, wenn findige Australier eine neue Technik zur dezentralen Strom- und Wärme-/Kälteerzeugung entwickelt haben.

Prof. Behdad Moghtaderi

Prof. Behdad Moghtaderi  Foto: University of Newcastle

Am 06.04.2017 berichtet die Universität von Newcastle, Australien, , unter der Überschrift „Energy on demand“, genau über diese Technik. Deshalb dürfen wir wohl davon ausgehen, dass diese Technik real ist. Die Technik basiert auf auf dem Patent zum CLAS Prozess (CLAS = Chemical Looping Air Separation) von Prof. Behdad Moghtaderi   von der University of Newcastle  und wurde zusammen mit der australischen Firma Infratech Industries entwickelt. Infratech Industries ist eine Firma, die bereits im Bereich erneuerbare Energien, Wasser- und Abfallmanagement tätig ist. Also ein schon länger existierendes Unternehmen.

Infratech™CLES (Chemical Looping Energy on Demand System) nennt sich diese Technik. Diese Anlage kann zur Stromspeicherung von erneuerbaren Energien, wie PV- oder Windraftanlagen, genutzt werden oder zur Stromerzeugung. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Die CLES-Anlage kann gleichzeitig Strom erzeugen, Warmwasser produzieren bzw. heizen oder kühlen.

Diese neue Technik benötigt natürlich auch noch eine Inputenergie. Dazu wird Gas verwendet. Erdgas oder auch Flüssiggas. Flüssiggas kann man eben auch per Tanklaster in die entlegendsten Gebiete der australischen Outbacks transportieren.

Das Kernstück der CLES-Anlage ist ein Reaktor, in dem eine  chemische Reaktion abläuft, die aus einer Mixtur von in der Natur vorkommender Partikel erzeugt wird. Bei dieser Reaktion entsteht Wärme, die eben zum Heizen, zur Warmwassererzeugung oder über eine Turbine zur Stromproduktion genutzt wird.

Was für natürliche Partikel das sind, wird nicht gesagt, weil das ja Firmengeheimnis der Entwickler ist. Es soll sich allerdings um günstige Rohstoffe handeln. Diese Partikelmixtur wird je nach Verbrauch entsprechend in einer Kartusche/Patrone geliefert, die man dann nur auswechseln muss. D. h., man ist mit dieser Technik gleich doppelt abhängig – Gas und Partikelmixtur.

Bei dieser Reaktion fällt Sauerstoff und Wasserstoffgas an. Bei Großanlagen kann man das abspeichern und verkaufen. Wie das bei den kleinen Anlagen für private Anwender (Einfamilienhäuser)  gehandhabt werden soll, ist mir nicht klar. Einfach ablassen in die Luft?  In der Videoanimation ist der ganze Ablauf gut erklärt.

Meiner Meinung nach müssten hier mal die Techniker und Ingenieure darüber nachdenken, ob es nicht schlauer und effizienter wäre, dass anfallende Wasserstoffgas gleich wieder dem Gas als Inputenergie zu zuführen, was auch die Effizienz erhöhen würde.

Gas ist die sauberste Verbrennung. Wesentlich sauberer als Kohle, Öl oder Pellet. Wie effizient das System sein wird, muss sich zeigen. Eventuell ist das durchaus eine Alternative für Gewerbe- und Industriebetriebe, die viel Wärme für ihre Produktion benötigen.

Eventuell aber auch für Hausbesitzer, die damit ihren Strom, Warmwasser und Heizung selbst produzieren könnten, wenn man sie denn ließe, was ich bei unserem korrupten Politpack allerdings stark bezweifle. Man muss ja nur sehen, wie im Bereich der sogenannten alternativen Energien die Besitzer von PV-Anlagen mit über 10 Kwp abgezockt werden.

Die kleinen Anlagen (Einfamilienhäuser) sollen 2018 auf den Markt kommen und werden so groß sein, wie ein größerer Kühlschrank. Allerdings wird an der Verkleinerung der Technik noch gearbeitet. Größere Anlagen soll es noch dieses Jahr (2017) geben.  Die Pilotanlage mit 720 KW in der Nähe von Newcastle läuft ja schon einige Zeit.

Wir werden die Entwicklung weiter beobachten.

Internetseite von Infratech

Foto: Schnappschuss aus der Videoanimation

 

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