Kalte Fusion/E-Cat von Andrea Rossi – Patent veröffentlicht

Die Authorin Vessela Nikolova, die eine Biografie über Andrea Rossi verfasste, bringt auf ihrem Blog „E-Cat – THE NEW FIRE“ eine Meldung (hier:), dass am 06.11.2014 ein Patent (US 2014/0326711 A1, Geräte und Methoden zur Wärmeerzeugung) von Rossi veröffentlicht wurde, das am 26.04.2014 angemeldet wurde. Auch auf anderen einschlägigen „E-Cat-Seiten“ wird davon berichtet.

A. RossiInteressant ist, dass der Antragsteller des Patentes zwar Industrial Heat (IH) ist, also das Unternehmen, an das Andrea Rossi seine Technik verkauft hat. Aber als Erfinder weiterhin Andrea Rossi aufgeführt ist und auch als Bevollmächtigter Rossis Firma Leonardo Corp. eingetragen ist.

Patent als PDF hier: Pat_IH

Scheinbar hatte Rossi mit Industrial Heat wohl doch einen guten Deal aushandeln können. So dass er auf jeden Fall die Lorbeeren für seine Arbeit ernten kann, indem sein Name unvergessen bleibt, als derjenige Erfinder, der die kalte Fusion oder auch als Low Energy Nuclear Reactions (LENR) bezeichent, zuerst permanent reproduzier- und regelbar machte und auch die Grundlagen für den Bau von Endnutzergeräten schuf. Das sei ihm wohl auch vergönnt.

Dass da wohl ein gutes Verhältnis besteht, zwischen IH und Rossi, macht auch ein kleiner Bericht auf e-catworld deutlich, wo Rossi scherzhaft sagte, Sie (IH) haben das Geld zu verdienen und er hat es auszugeben. Womit die Arbeitsteilung zwischen Rossi und IH gemeint war. Industrial Heat baut die Anlagen und Rossi ist für die Forschung zuständig.

Im Patent ist zu lesen von einem Minimum COP (Coefficient of Performance/Wirkungsgrad) von 5.0. In den „experimentellen Ergebnissen“ steht sogar ein Test mit einem COP von 11,07. (In früheren Tests wurden schon COP von 20 erreicht.)

Letztlich kann es (fast) egal sein, ob spätere Anlagen und Geräte nun einen COP von 5.0, 10 oder 20 haben – entscheidend ist, dass die Technik funktioniert und dass erheblich mehr Energie produziert wird, als man zum Betrieb der Anlagen benötigt. Noch wichtiger ist, dass es eine saubere Energie ist und die dafür benötigten „Brennstoffe“ Nickel und Wasserstoff fast unendlich verfügbar sind.

Für uns, die Beobachter der Entwicklung um Ross´s Technik, stellt sich nur eine Frage: Wird diese Technik für ALLE in naher Zukunft verfügbar sein oder nicht? In 20 oder 30 Jahren brauchen wir sie nicht mehr. Da haben wir uns schon selbst eliminiert.

Foto: aus Rossivideo

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8 Kommentare zu Kalte Fusion/E-Cat von Andrea Rossi – Patent veröffentlicht

  1. Lothar sagt:

    Das Patentrecht ist eine Gelddruckmaschine für Anwälte und Gerichte, es kann aus einem Land ein Weltpatent erwirkt werden, will jemand dagegen aus berechtigten
    Gründen gegen anklagen, so muss das Patent in jedem Land der Erde einzeln als unwirksam gerichtlich zurück geklagt werden.

  2. Schlauberger sagt:

    PS.
    Mein letzter Satz war wohl etwas über das Ziel hinaus.
    Teslas Patente werden schon verwendet nun würden die Prinzipien ohne die Patente auch auch verwendet werden.
    Ich glaube, wer heute noch ein Patent anmeldet, hat den Zeitgeist verschlafen und wird nicht mehr von der Zeitqualität unterstützt.
    (Wurde Tesla damals leider auch nicht).

  3. Schlauberger sagt:

    Wir brauchen keine weiteren Patente, die dann sowieso nicht genutzt werden oder nur gegen uns. Patente sind überflüssig wie ein Kropf. Irgendwie eine auch eine Art Krankheit dieses Wettbewerbsdenken.
    Was haben wir von Teslas Patenten?
    Nüscht!

    • Lothar sagt:

      Ein Patent wirkt ja immer nur für die kommerzielle Produktion und Vermarktung, wenn für solche Dinge Bauanleitungen zur Verfügung stünden,
      die dazu Einzelteile oder einzelne Segmente zum Verkauf anbieten, sodas sich jeder halbwegs begabte die Teile zu einem funktionellen Ganzen zusammen bauen kann, ist jedes Patent für den einzelnen privaten unwirksam und jeder kann diese Dinge in Gebrauch nehmen. Wie wunderbar wäre es einen C Cat Zuhause für die Warmwasseraufbereitung zu haben.

  4. Patentfutzi sagt:

    In einem Patent sind immer Erfinder und Erfinderbevollmächtigte zu benennen. Das ist schlicht internationales Patentrecht und besitzt keinerlei besonderen Stellen- oder Nachrichtenwert.

    Wie bereits erwähnt, anmelden kann man alles. Wird auch alles veröffentlicht. Aber damit ist keinerlei Aussage getroffen, ob das auch funktioniert oder ob das Patent erteilt wird. Papier ist geduldig und das muss es bei dem verurteilten notorischen Schwindler Rossi (bitte Rossi & Petroldragon googlen) halt auch sein.

    Wäre wirklich traumhaft wenn, LENR funktionieren würde. Aber dass Andrea Rossi da mitmischt ist ein nahezu untrügliches Zeichen dafür, dass es leider nur heiße Luft ist, welche sich aber leider nicht zur Stromerzeugung nutzen läßt, weil die menschlichen Heißluftgeneratoren mehr Engerie verbrauchen als Heißluft generiert wird. 😉

  5. heinrich huber sagt:

    Ein amerikanisches Patent wird unter anderen Bedingungen wie ein Deutsches erteilt. Bzw. wie ein europäisches… Mal sehen, was die in Europa noch anmelden. Dies müßte in den nächsten Monaten passieren. So richtig glaube ich nicht an ein Patent….

  6. Regen sagt:

    Bleibt abzuwarten ob das Patent überhaupt erteilt wird und ob das in Serie auch funktioniert.

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